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AMD Radeon RX 7900 XT: Vielleicht größter Leistungssprung soll bevorstehen

Aktuelle Leaks lassen Rückschlüsse auf die Performance des kommenden Next-Gen-Flaggschiffs von AMD zu. Es soll richtig schnell werden.


In den vergangenen Tagen gab es mehrere Leaks zu AMDs nächster Grafikkarten-Generation auf Basis der RDNA3-Archtiektur. Die Kollegen von 3DCenter haben diese zusammengetragen, eingeordnet und ein recht detailliertes Bild vom möglichen neuen Radeon-Flaggschiff RX 7900 XT gezeichnet.

Demnach deute einiges auf einen massiven Leistungssprung des Navi-31-Chips (RX 7900 XT) gegenüber Navi 21 (RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800) hin. Konkret ist mit Blick auf die Rasterisierung von mindestens einer Verzweieinhalbfachung der Performance die Rede. Damit soll Nvidia möglicherweise sogar übertrumpft werden.

Wie soll die Performance so deutlich gesteigert werden?
Aktuellen Leaks und Gerüchten zufolge setzt AMD bereits bei Radeon RX 7000 auf ein sogenanntes MCM(Multi-Chip-Modul)-Design. Dabei werden mehrere kleine Chiplets zu einem großen Chip zusammengesetzt. Die Vor- und Nachteile der Technik:

Vorteile: Bessere Skalierbarkeit, höherer Ausbeute von einem Wafer, geringere Fehleranfälligkeit während der Produktion.
Nachteile: Die Chiplets müssen äußerst effizient miteinander verbunden werden, gleiches gilt für gemeinsame Caches, um Signallaufzeiten gering zu halten und die Parallelisierung zu gewährleisten. Hier müssen noch Entwicklungsarbeit geleistet und Probleme überwunden werden.
Im Zusammenspiel mit einer Verringerung der Strukturbreite (TSMC 5 Nanometer) soll die Zahl der Rechenkerne von 5.120 (RX 6900 XT, Navi 21) auf 15.360 für die RX 7900 XT respektive den Vollausbau von Navi 31 ansteigen.

Work Group Processors statt Compute Units
Pro GCD-Chiplet (zwei an der Zahl) wären das 7.680 Recheneinheiten zu je 30 WGPs. WGP steht für »Work Group Processors«, umfasst je 256 Shader und ist eine neue Ordnungseinheit, die die Compute Units ersetzt.

Damit soll die theoretische Rechenleistung von 21 Teraflops FP32 auf 75 bis 80 Teraflops angehoben werden. Das Performance-Ziel - also das, was am Ende beispielsweise in Spielen ankommt - liege im Bereich des 2,5- bis 2,7-Fachen.

Bei aller Vorfreude sind die Zahlen jedoch mit Vorsicht zu genießen. Noch handelt es sich um Leaks, Gerüchte und Ableitungen. Dass mit dem MCM-Design tatsächlich ein großer Entwicklungsschritt anstehen könnte, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Wann ist mit RX 7000 zu rechnen?
Derzeit wird von einem Release der neuen Radeons gegen Ende 2022 gerechnet. Im Rahmen eines Treffens mit Investoren (via Wccftech hat AMD-Chefin Dr. Lisa Su erst kürzlich bestätigt, dass sowohl Zen 4 (Ryzen 6000/7000) als auch RDNA3 (RX 7000) in der Spur seien.




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